Die Bodenverhältnisse in Regensburg könnten unterschiedlicher kaum sein: Während im Stadtwesten und in den Donauauen oft setzungsempfindliche Auenlehme und sandige Kiese anstehen, die bei Hochwasser rasch ihre Tragfähigkeit verlieren, prägen im Osten und Norden die verwitterten Kalk- und Dolomitbänke des Oberjuras die Baugrundsituation. Wer zwischen dem Gewerbepark Haslbach und einem Hanggrundstück in Kumpfmühl plant, steht vor völlig verschiedenen geotechnischen Randbedingungen. Eine Plattengründungsbemessung gleicht diese Heterogenität aus, indem sie Lasten über eine biegesteife Bodenplatte so verteilt, dass weder unzulässige Setzungen noch differentielle Verformungen auftreten. Für Baugrund mit geringer Steifigkeit kombinieren wir die Bemessung mit einem CPT-Versuch, um die Schichtgrenzen und Lagerungsdichte lückenlos zu erfassen, bevor die Platte dimensioniert wird. In Regensburg mit seinen rund 170.000 Einwohnern und dem UNESCO-Welterbe Stadtamhof ist die Gründungshöhe zudem oft durch den Hochwasserschutz der Donau vorgegeben – ein lokaler Zwang, den wir bei der Festlegung der Einbindetiefe und der Frostschürze konsequent einbeziehen.
Eine steife Bodenplatte kann in Regensburg Setzungsdifferenzen von über 2 cm zwischen Jurakalk und Auenlehm schadlos überbrücken – vorausgesetzt, das Bettungsmodul wird nicht pauschal, sondern sondenbasiert angesetzt.



