Wenn der schwere CPT-Truck mit seinem 20-Tonnen-Auflieger auf dem Regensburger Baugrund vorfährt, wird es ernst. Die hydraulische Presse schiebt den Messkonus mit einer konstanten Rate von 2 cm pro Sekunde in den Boden, während Sensoren jeden Zentimeter Widerstand aufzeichnen. In Regensburg, wo der Untergrund zwischen massiven Jurakalken und weichen Donauablagerungen innerhalb weniger Meter komplett wechseln kann, ist diese kontinuierliche Aufzeichnung Gold wert. Wir setzen elektrische CPT-Sonden mit 10 cm² und 15 cm² Querschnitt ein, je nach Tiefenziel und Bodenart. Die Messung von Spitzendruck, lokaler Mantelreibung und Porenwasserdruck in Echtzeit liefert ein Bild der Schichtung, das keine Bohrung in dieser Auflösung erreicht. Für Bauherren in der Welterbestadt bedeutet das: keine Überraschungen beim Aushub, keine teuren Nachträge. Gerade in den Stadtteilen entlang der Donau, wo der Grundwasserspiegel oft schon bei 1,50 m Tiefe ansteht, kombinieren wir die CPT-Spitze mit einem Porenwasserdruckaufnehmer, um die Verflüssigungsgefahr bei Hochwasserereignissen direkt aus den in-situ-Messungen abzuleiten – ein Thema, das in Regensburg nach den Erfahrungen von 2013 und 2024 jeden Bauherren umtreibt.
Zwischen Jurakalk und Donauschlick liefert die CPT-Sonde in Regensburg ein Schichtprofil, das jede Rammkernsondierung um den Faktor 10 an Informationsdichte übertrifft.
