Der Straßenbau in Regensburg umfasst sämtliche Maßnahmen zur Planung, Herstellung und Erhaltung von Verkehrswegen – von innerstädtischen Erschließungsstraßen über ländliche Gemeindeverbindungen bis hin zu klassifizierten Bundes- und Staatsstraßen. Diese Disziplin ist essenziell für die wirtschaftliche Vitalität der UNESCO-Welterbestadt, deren historische Altstadt auf eine leistungsfähige, aber sensible Verkehrsinfrastruktur angewiesen ist. Die Kategorie schließt sowohl den Neubau als auch die grundhafte Erneuerung im Bestand ein und erfordert eine tiefgreifende Kenntnis der lokalen Baugrundverhältnisse, der topografischen Gegebenheiten entlang der Donau und des Regen-Tals sowie der strengen technischen Regelwerke. Besonders die Bemessung flexibler Fahrbahnen spielt in der Region eine zentrale Rolle, da Asphaltbauweisen aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an wechselnde Untergrundbedingungen bevorzugt werden.
Die geologische Situation im Raum Regensburg ist durch quartäre Talfüllungen der Donau geprägt, die von mächtigen Kies- und Sandschichten über tertiären Feinsanden bis hin zu setzungsempfindlichen Auelehmen reichen. Diese heterogenen Baugrundverhältnisse erfordern eine sorgfältige Erkundung, bevor ein Oberbau dimensioniert werden kann. Hinzu kommen die Ausläufer des Fränkischen Jura mit verkarstungsfähigen Kalksteinen, die bei Trassierungen im östlichen Stadtgebiet besondere Risiken hinsichtlich Tragfähigkeit und Entwässerung bergen. Eine fundierte CBR-Studie für den Straßenentwurf ist hier unverzichtbar, um den Verdichtungsgrad und die Tragfähigkeit des Planums objektiv zu bewerten und eine wirtschaftliche Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus zu gewährleisten.

Für sämtliche Straßenbaumaßnahmen in Regensburg sind die deutschen technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien bindend, allen voran die ZTV Asphalt-StB und die ZTV Beton-StB, ergänzt durch die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen). Die RStO gibt die Bauklassen in Abhängigkeit von der prognostizierten Verkehrsbelastung vor und definiert die erforderlichen Schichtdicken und Materialqualitäten. Bei kommunalen Projekten greift zudem die Regensburger Straßenbaubeitragssatzung, die bei erstmaliger endgültiger Herstellung von Erschließungsanlagen Anwendung findet. Die Einhaltung der DIN 18317 für VOB-Verträge ist ebenso verpflichtend wie die Berücksichtigung des Merkblatts über die Wiederverwendung von Ausbauasphalt, um den Nachhaltigkeitszielen der Stadt gerecht zu werden.
Die Anlässe für Straßenbauprojekte in Regensburg sind vielfältig. Sie reichen von der innerstädtischen Quartiersentwicklung, etwa auf dem ehemaligen Kasernengelände, über die Ertüchtigung von Industriestraßen im Hafengebiet bis zur Deckenerneuerung auf stark frequentierten Ausfallstraßen wie der B15. Bei hoch belasteten Kreuzungsbereichen und Bushaltestellen kommt häufig die Bemessung starrer Fahrbahnen zum Einsatz, da Betondecken eine hohe Spurtreue und Widerstandsfähigkeit gegen Verformungen anbieten. Jedes Projekt erfordert eine individuelle geotechnische und verkehrstechnische Analyse, um den optimalen Oberbautyp – ob flexibel, starr oder semi-starr – festzulegen und die Lebenszykluskosten für den städtischen Haushalt zu minimieren.
In Regensburg gelten bundesweit die RStO (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen) in Verbindung mit den ZTV Asphalt-StB und ZTV Beton-StB. Die RStO definiert Bauklassen und standardisierte Schichtdicken. Kommunal ergänzt die Satzung der Stadt Regensburg über den Ausbau von Straßen die technischen Vorgaben, insbesondere bei Ersterschließungsmaßnahmen, und fordert die Beachtung der VOB/C DIN 18317.
Der Baugrund im Regensburger Donautal ist äußerst heterogen und besteht aus quartären Kiesen, Sanden und setzungsempfindlichen Auelehmen. Diese Wechsellagerungen erfordern eine detaillierte geotechnische Erkundung mittels CBR-Studien, um die Tragfähigkeit des Planums zu bestimmen. Ohne diese Untersuchungen drohen ungleichmäßige Setzungen und frühzeitige Schäden am Oberbau, insbesondere bei flexiblen Asphaltbefestigungen.
Eine starre Fahrbahnbefestigung wird in Regensburg vor allem bei hoch belasteten Knotenpunkten, Busbuchten und Kreisverkehren gewählt, wo hohe Schubspannungen durch bremsende und anfahrende Schwerlastfahrzeuge auftreten. Die Bemessung starrer Fahrbahnen erfolgt nach den RStO und bietet Vorteile in der Verformungsbeständigkeit und Langlebigkeit, was angesichts der intensiven Nutzung durch den ÖPNV und Schwerverkehr im Hafengebiet entscheidend ist.
Innerstädtisch dominiert die flexible Bauweise in Asphalt, da sie lärmmindernd wirkt und sich gut an die oft unregelmäßigen Straßengeometrien der Altstadt anpassen lässt. Bei der grundhaften Erneuerung von Wohnstraßen kommt häufig die RStO-Bauklasse III zum Einsatz. Die Wiederverwendung von Ausbauasphalt ist dabei ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und wird durch das lokale Abfallwirtschaftskonzept der Stadt gefördert.
Wir betreuen Projekte in Regensburg und seinem Großraum.