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Pfahlgründungsbemessung in Regensburg: Tragfähigkeit auf Kalk und Auelehm

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Der Untergrund in Regensburg wechselt auf wenigen Kilometern dramatisch. Im Ostenviertel steht man oft auf dichten Braunerden und Lösslehm, während man in Reinhausen oder entlang der Donauauen schnell auf weiche, setzungsempfindliche Auelehme und sandige Kiese trifft. Für unsere [Pfahlgründungsbemessung](/) bedeutet das: kein Projekt gleicht dem anderen. Eine Bohrpfahlgründung im karstgefährdeten Jurakalk nahe der Steineren Brücke folgt völlig anderen Kriterien als eine Rammpfahllösung in den quartären Talfüllungen von Burgweinting. Wir kombinieren Baugrunderkundung mit numerischer Modellierung, um die Mantelreibung realistisch abzubilden. Ergänzende CPT-Sondierungen liefern uns dabei ein durchgängiges Profil des Spitzendrucks, was besonders in heterogenen Donauschottern die Planungssicherheit erhöht.

Ein Pfahl ist nur so gut wie die Kenntnis des Bodens um ihn herum – in Regensburg entscheidet das über Zentimeter oder Jahrzehnte.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Mit einer Einwohnerzahl von über 170.000 und einer Bauaktivität, die vom UNESCO-Welterbe bis zum Neubaugebiet reicht, ist Regensburg ein geotechnisch anspruchsvolles Pflaster. Unsere Bemessung beginnt nicht mit Tabellenwerten, sondern mit der Frage: Welcher Pfahltyp passt zum lokalen Baugrund? In den steifen Tonen des Tertiärhügellands arbeiten wir häufig mit verpressten Mikropfählen, während im grundwasserführenden Donautal Großbohrpfähle oder vorgefertigte Stahlbetonrammpfähle wirtschaftlicher sind. Die Korngrößenanalyse des anstehenden Bodens und die Bestimmung der Atterberg-Grenzen sind für uns Routine, bevor wir die Mantelreibung nach DIN 1054 ansetzen. Negative Mantelreibung durch Auffüllungen – ein Dauerbrenner auf innerstädtischen Konversionsflächen – berücksichtigen wir mit wirklichkeitsnahen Setzungsberechnungen.
Pfahlgründungsbemessung in Regensburg: Tragfähigkeit auf Kalk und Auelehm
Technische Referenz — Regensburg

Lokale Besonderheiten

Was wir in Regensburg oft beobachten: Bauherren unterschätzen die Folgen von Dolinen und Karsthohlräumen im Jura, besonders im westlichen Stadtgebiet. Ein plötzlicher Hohlraum in der Gründungssohle kann die Pfahlspitzenlast schlagartig umlagern – und die Folgen sind teuer. Wir bestehen deshalb auf einer geophysikalischen Vorerkundung mittels Georadar oder Seismik bevor der erste Pfahl bemessen wird. Ein zweites Problem ist die hydrologische Dynamik der Donau. Hochwasser ändert den Grundwasserstand binnen Stunden und damit die effektive Spannung im Boden. Unsere Standsicherheitsnachweise für tiefe Baugruben koppeln wir deshalb direkt mit der Pfahlbemessung, um Auftrieb und Strömungskräfte in allen Bauphasen zu beherrschen.

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Geltende Normen

DIN 1054:2010-12 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN 1997-1 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 4020:2010-12 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN EN 1536:2015-10 (Bohrpfähle), DIN EN 12699:2015-07 (Verdrängungspfähle)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN 1054:2010-12, EC 7 (EN 1997-1)
PfahltypenBohrpfähle, Rammpfähle, Mikropfähle, Duktilrammpfähle
Max. Erkundungstiefe> 30 m (abhängig von Karsthorizont)
LastabtragungSpitzendruck + Mantelreibung (β-Verfahren)
GrundwasserBerücksichtigung nach DIN 4020
SetzungsanalyseNumerisch (FEM) und analytisch
QualitätssicherungIntegritätsprüfung (Cross-Hole / Low-Strain)

Häufige Fragen

Welche Pfahllänge ist in Regensburg typisch?

Das hängt stark vom Baugrund ab. In den quartären Donautalfüllungen erreichen wir den tragfähigen Tertiärton meist zwischen 8 und 14 Metern. Im verkarsteten Jurakalk der westlichen Höhenlagen kann die erforderliche Länge auf 6 bis 10 Meter sinken, sofern keine Großhohlräume angetroffen werden.

Welche Normen sind für die Bemessung maßgebend?

Wir bemessen nach dem Teilsicherheitskonzept des Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) in Verbindung mit DIN 1054. Für die Ausführung gelten die europäischen Pfahlnormen DIN EN 1536 (Bohrpfähle) und DIN EN 12699 (Verdrängungspfähle).

Muss ich Karstgefahr in Regensburg immer berücksichtigen?

Nicht überall, aber im westlichen Stadtgebiet und auf den Jurahöhen (z.B. bei Pentling oder Ziegetsdorf) ist Vorsicht geboten. Wir empfehlen eine geophysikalische Vorsondierung, bevor Sie die Gründung planen. Ein Baugrundrisiko, das man ignoriert, wird während der Bauphase nicht kleiner.

Was kostet eine Pfahlgründungsbemessung?

Eine einfache Einzelpfahlbemessung mit vorhandenem Bodengutachten liegt im unteren Bereich, während eine Gruppenbemessung mit FEM-Modellierung und Probebelastung den oberen Rahmen ausschöpft.

Können Sie auch Bestandspfähle prüfen?

Ja, wir führen Integritätsprüfungen an bestehenden Pfählen durch. Mit Low-Strain- oder Cross-Hole-Verfahren erkennen wir Fehlstellen, Risse oder Querschnittsänderungen. Das ist oft gefragt bei der Umnutzung alter Industrieareale in Regensburg, wo die alte Fundamentstatik fehlt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Regensburg und seinem Großraum.

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adding:.5rem 0">Zuletzt aktualisiert: 2026-05-01