In Regensburg stoßen wir bei der Bemessung starrer Fahrbahnen immer wieder auf ein charakteristisches Bild: Im Norden steht der massige Jurakalk an, während im Süden entlang der Donau mächtige Auelehme und quartäre Kiese lagern, deren Steifigkeit sprungartig variiert. Dazwischen erstrecken sich die Lösslehmdecken der Terrassen, die bei Wasserzutritt rasch an Tragfähigkeit verlieren. Wer hier eine Betondecke dimensioniert, ohne die lokale Geologie aufzulösen, riskiert Plattenversätze und klaffende Fugen schon nach wenigen Frost-Tau-Wechseln. Unser Labor begleitet deshalb jede Planung mit einem geotechnischen Erkundungsprogramm, das die tatsächlichen Bettungsmoduli und Frostempfindlichkeitsklassen vor Ort bestimmt. Nur so gelingt eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr, wie sie die RStO 12 für Bauklassen bis SV fordert. Das Zusammenspiel aus Korngrößenanalyse und Plattendruckversuch liefert uns die Kennwerte, die eine rein rechnerische Annahme nicht ersetzen kann. Regensburgs Untergrund ist zu abwechslungsreich für pauschale Tabellenwerte – das gilt für das Industriegebiet Haslbach genauso wie für die Zufahrten im Gewerbepark Regensburg.
Die tatsächliche Bettungsziffer des Regensburger Untergrunds entscheidet über die Plattendicke – nicht der konservative Tabellenwert.
