Die DIN EN ISO 17892-4 bildet den normativen Rahmen für jede geotechnische Bewertung, und in Regensburg ist deren strikte Anwendung aufgrund der geologischen Vielfalt unverzichtbar. Von den quartären Kiesen der Donauterrassen über die bindigen Auenlehme bis zu den verwitterten Jurakalken im Norden – die Kornverteilung diktiert hier die Tragfähigkeit und die Wasserwegsamkeit. Unser Labor führt die kombinierte Korngrößenanalyse mittels Trockensiebung und Aräometerverfahren durch, um den gesamten Bereich vom Grobkorn bis zur Tonfraktion lückenlos zu erfassen. Gerade bei Baugrunduntersuchungen im Stadtgebiet, wo alte Flussarme den Untergrund durchziehen, liefert allein die Sieblinie keine ausreichende Sicherheit; erst das Hydrometerverfahren nach DIN 18123 schließt die Lücke im Feinbereich und macht versteckte Risiken wie Frostempfindlichkeit oder Setzungsneigung sichtbar. Diese Präzision ist kein Selbstzweck, sondern die Basis für jede wirtschaftliche Gründungsentscheidung in Regensburg.
Die Sieblinie ist das Rückgrat jeder Baugrundbeurteilung – in Regensburg entscheidet sie über Frostsicherheit und Filterstabilität.
