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Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Regensburg

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Wenn der erste Löffelbagger in einer Regensburger Baugrube ansetzt, zeigt sich schnell, ob die Bemessung die lokalen Realitäten erfasst hat. Die oberflächennahen Donauschotter im Stadtwesten täuschen oft eine Homogenität vor, die spätestens beim Erreichen der stark verwitterten Keuperschichten im Stadtosten einer komplexen Wechsellagerung aus Ton- und Sandsteinbänken weicht. In unserer Erfahrung aus zahlreichen Projekten zwischen dem Bischofshof und dem Gewerbegebiet Haslbach entscheidet die frühzeitige Kombination aus Baugrundmodell und realitätsnaher Berechnung darüber, ob eine Baugrube trocken und standsicher bleibt. Wir setzen dabei konsequent auf die Finite-Elemente-Methode, um den Erddruck auf Trägerbohlwände oder rückverankerte Spundwände wirklichkeitsnah abzubilden, und ergänzen die Bemessung bei Bedarf mit einem vorgeschalteten CPT-Versuch für ein lückenloses Bodenprofil in den oft heterogenen quartären Auffüllungen der Regensburger Innenstadt.

In Regensburg bestimmt nicht der Baugrubentyp, sondern die korrekte Interpretation der Keuper-Verwitterungszone die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Bemessung.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Die Grundlage jeder Bemessung tiefer Baugruben in Regensburg bildet das Handbuch Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014) in Verbindung mit der DIN 1054:2021. Für eine Stadt, deren Altstadt auf einer UNESCO-Welterbe-Zone steht und deren Baugrund ein geologisches Fenster vom Jura über den Keuper bis zum Pleistozän darstellt, ist die pauschale Anwendung von Erfahrungswerten ein erhebliches Risiko. Wir verknüpfen die Normvorgaben deshalb mit einer detaillierten geologischen Ansprache vor Ort. Die Bemessung unterscheidet präzise zwischen den Nachweisen der Grenzzustände GEO-2 (Versagen des Bauwerks) und GEO-3 (Versagen des Bodens), was besonders bei Nachbarbebauung in der dicht bebauten Innenstadt essentiell wird. Ein zentraler Bestandteil ist die realistische Festlegung der charakteristischen Bodenkennwerte, die wir durch gezielte Laboranalysen wie den Triaxialversuch absichern, um die effektiven Scherparameter für die Standsicherheit der oft tiefen, mehrfach gestützten Wände zu gewinnen.
Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben in Regensburg
Technische Referenz — Regensburg

Lokale Besonderheiten

Ein Vergleich zwischen dem Stadtosten bei Reinhausen und dem westlichen Donauufer zeigt die geotechnische Spreizung Regensburgs. Im Westen dominieren Kiese mit hoher Tragfähigkeit, die jedoch aufgrund ihrer Lagerungsdichte zu unerwarteten Spannungsumlagerungen neigen. Im Osten, etwa im Bereich der Prüfeninger Straße, treffen Baugruben auf tonig-schluffige Verwitterungsböden des Feuerletten, die bei Wasserzutritt rasch ihre Konsistenz und Scherfestigkeit einbüßen. Die größte Gefahr liegt in der Fehleinschätzung dieser Übergangszonen: Eine zu steife Bemessung im weichen Boden führt zu unzulässigen Verformungen an Bestandsbauten, während eine zu weiche Auslegung im Kies unwirtschaftlich wird. Hinzu kommt die hydrogeologische Besonderheit der Donau: Die Amplitude zwischen Niedrig- und Hochwasser beträgt im Mittel über 4 Meter. Wir modellieren diese instationären Strömungsverhältnisse, um hydraulischen Grundbruch und Auftriebssicherheit (UPL) auch bei extremen Hochwasserereignissen zuverlässig nachzuweisen.

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Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7: Geotechnical design), DIN 1054:2021 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN 4085:2017 (Baugrund – Berechnung des Erddrucks), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN EN 1997-1:2014 (EC 7) + DIN 1054:2021
BerechnungsverfahrenFinite-Elemente-Methode (FEM), Bettungsmodulverfahren
BodenmodellHardening Soil / Mohr-Coulomb mit spannungsabhängiger Steifigkeit
Typische Tiefe Regensburg6 m bis 18 m (Tiefgaragen, Unterkellerungen)
WasserhaltungBerücksichtigung von Donau-Pegelschwankungen, Restwasserzutritt aus Klüften
GrenzzuständeGEO-2, GEO-3, HYD, UPL, STR
Prüfumfang LaborScherfestigkeit, Steifemodul, Durchlässigkeit
DokumentationStatische Berechnung, Prüfbericht nach DIN 4020

Häufige Fragen

Warum ist die geotechnische Bemessung in Regensburg aufwändiger als in anderen Städten?

Die Komplexität ergibt sich aus der geologischen Grenzlage Regensburgs. Die Stadt liegt auf der Grenze zwischen der Fränkischen Alb im Westen und dem Bayerischen Wald im Osten, was zu extrem heterogenen Untergrundverhältnissen führt. In einem einzigen Baugrubenprofil können quartäre Donauschotter, verwitterte Keupersedimente und stabile Jurakalke aufeinandertreffen. Diese Wechsellagerung erfordert ein sehr detailliertes Baugrundmodell und realitätsnahe Stoffgesetze, die über einfache Handrechnungen hinausgehen.

Welche Kosten entstehen für die geotechnische Bemessung einer tiefen Baugrube in Regensburg?

Das Honorar für die geotechnische Bemessung einer tiefen Baugrube in Regensburg bewegt sich je nach Komplexität und Baugrubentiefe in einem Rahmen von etwa 1.700 € für einfachere, mitteltiefe Baugruben bis zu rund 7.700 € für komplexe, innerstädtische Situationen mit aufwändigen FEM-Berechnungen und mehrfach gestützten oder verankerten Wänden. Der genaue Aufwand hängt stark vom Umfang der erforderlichen Standsicherheitsnachweise ab.

Wie wird die Standsicherheit von Nachbargebäuden in der Regensburger Altstadt sichergestellt?

Wir führen gebäudescharfe Verformungsprognosen mittels Finite-Elemente-Methode durch. Die zulässigen Setzungen und Schiefstellungen werden in Anlehnung an die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' der DGGT definiert. Besonders bei den historischen Bauten der Altstadt mit ihren oft geringen Fundamenttiefen und empfindlichen Gewölbedecken modellieren wir den Bauablauf schrittweise, um kritische Zustände zu identifizieren und das Aussteifungskonzept entsprechend zu optimieren.

Welche Rolle spielt die Donau bei der Bemessung tiefer Baugruben?

Eine zentrale. Der mittlere Grundwasserstand in den Donauauen korreliert direkt mit dem Pegel der Donau, und die Schwankungsbreite kann mehrere Meter betragen. Für Baugruben in Ufernähe oder im ehemaligen Überschwemmungsgebiet bemessen wir die Verbauwände und die Auftriebssicherheit (UPL) für den Bemessungswasserstand HQ100. Zudem muss die Gefahr der inneren Erosion und des hydraulischen Grundbruchs in den durchlässigen Kiesschichten bei Hochwasserereignissen explizit nachgewiesen werden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Regensburg und seinem Großraum.

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