Als im Gewerbegebiet Regensburg-Haslbach eine neue Logistikhalle mit 40.000 m² Verkehrs- und Rangierfläche geplant wurde, stand das Planungsteam vor einer typischen Herausforderung der Region: Die quartären Kiessande der Donauauen liefern auf den ersten Blick gute Baugrundverhältnisse, doch die stark schwankenden Grundwasserstände – Regensburg meldet an der Donau Pegel zwischen 2,30 m und über 6,00 m bei Hochwasser – verändern die Tragfähigkeit des ungebundenen Planums massiv. Erst eine systematische CBR-Studie für Straßenentwurf mit saisonal gestaffelten Probenahmen deckte auf, dass in den Senkenbereichen der CBR-Wert von 18 % auf unter 6 % abfallen kann. Diese Erkenntnis führte zu einer gezielten Bodenaustauschplanung, die den Bauherrn vor einer kostenintensiven nachträglichen Verstärkung bewahrte. Unser Labor in Regensburg begleitet solche Projekte von der ersten Sondierung über die Korngrößenanalyse bis zur Bestätigungsprüfung nach Einbau.
Der CBR-Wert ist keine statische Bodenkenngröße – er variiert mit Wassergehalt und Verdichtungsgrad und entscheidet über die Dauerhaftigkeit des gesamten Straßenoberbaus.
