In Regensburg sehen wir bei fast jeder zweiten Baugrunduntersuchung im Donautal das gleiche Bild: bis zu sechs Meter mächtige Auenlehme über einem unregelmäßigen Schotterkörper. Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung wird hier schnell zur Herausforderung, weil der Feinanteil im Oberboden oft über 15 Prozent liegt und die Setzungsprognose ohne Feldversuch kaum belastbar ist. In unserer Erfahrung lohnt es sich, vor der Verdichtungsplanung eine Korngrößenanalyse anzusetzen, um den Schluffgehalt genau zu beziffern – sonst rechnet man mit idealisierten Rasterabständen, die auf der Baustelle nicht aufgehen. Gerade im Stadtwesten, wo die Donau vor der Regulierung ein verzweigtes Flusssystem gebildet hat, wechseln die Lagerungsdichten auf kurzer Distanz. Unser Team führt die Bemessung nach Eurocode 7 durch und legt jedem Projekt eine realistische Energieabschätzung zugrunde, die den lokalen Untergrundverhältnissen Rechnung trägt.
Auf den Donau-Terrassenschottern erreichen wir mit Rütteldruckverdichtung Spitzenwiderstände von über 15 MPa – eine Verdopplung der Ausgangstragfähigkeit.
