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Elektrische Widerstandsmessung (VES) in Regensburg: Baugrund präzise erkunden

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Regensburgs historischer Kern lagert auf massivem Kalkstein, während die jüngeren Stadtteile südlich der Donau tiefgründige quartäre Schotter und Keuper-Schichten durchschneiden. Wer vor der Stadtmauer oder im Gewerbegebiet Burgweinting ein Bauvorhaben plant, muss mit abrupt wechselnden Untergrundverhältnissen rechnen – ein Erbe der Flußdynamik und der Verkarstung. Die Vertikale Elektrische Sondierung (VES) liefert hier ein widerstandsfähiges Bild des Untergrunds, ohne dass in den empfindlichen Altstadtbereichen schweres Bohrgerät anrücken muss.
Das Verfahren misst scheinbare spezifische Widerstände in Tiefen bis 100 Metern und deckt Hohlräume, Schichtgrenzen und Wassersättigungszonen auf, bevor die erste Baggerschaufel den Boden berührt. In Regensburg haben wir auf diese Weise schon Karsthohlräume im Oberen Muschelkalk erkannt, die mit klassischen Rammkernsondierungen kaum zu lokalisieren gewesen wären. Die Kombination aus geophysikalischer Erkundung und punktueller Sondierung mit Schürfgruben erlaubt eine wirtschaftliche Kalibrierung der Modelle und spart im Projektverlauf oft erhebliche Nachtragskosten.

Der spezifische Widerstand des Regensburger Keupers kann je nach Verwitterungsgrad um den Faktor 100 variieren – ein kritischer Parameter für jede Gründungsplanung.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die Auswertung von VES-Messungen in Regensburg folgt den Empfehlungen der DIN EN ISO 22475-1 sowie den geophysikalischen Standards der DIN 18. Im Stadtgebiet von Regensburg erlangt diese Norm besondere Relevanz, weil die quartären Donau-Schotter und die darunterliegenden Keuper-Tone extrem kontrastierende Widerstandswerte aufweisen können: grobe, trockene Schotter erreichen oft über 800 Ωm, während gesättigte Tonsteine bei unter 30 Ωm liegen.
Unsere Messapparaturen arbeiten mit einer 4-Punkt-Anordnung nach Schlumberger, bei der die Auslageweite schrittweise vergrößert wird, um die Erkundungstiefe zu steigern. Die Messdaten werden mit einer Inversionssoftware prozessiert, die das Schichtmodell iterativ an die Messkurve anpasst. Gerade im Regensburger Osten, wo die Mächtigkeit der quartären Kiese stark schwankt, lässt sich durch eine CPT-Sondierung die mechanische Schichtgrenze validieren und mit dem geoelektrischen Profil abgleichen. Das Ergebnis ist ein kalibriertes Untergrundmodell, das Gründungsplanern und Tragwerksingenieuren eine belastbare Grundlage bietet.
Elektrische Widerstandsmessung (VES) in Regensburg: Baugrund präzise erkunden
Technische Referenz — Regensburg

Standortspezifische Faktoren

Regensburg liegt am Nordrand der Fränkischen Alb, wo verkarstungsfähige Kalke des Malm in geringer Tiefe anstehen. Im Süden der Stadt dominieren dagegen die Keuper-Schichten mit ihren Wechsellagerungen aus Ton- und Sandsteinen. Die größte geotechnische Unwägbarkeit im Stadtgebiet sind jedoch die pleistozänen Donau-Schotterterrassen, die je nach Lage zwischen 2 und 15 Metern Mächtigkeit schwanken und lokal völlig auskeilen können.
Ein unerkanntes Auskeilen der tragfähigen Kiesschicht unter einer geplanten Gründung hätte Setzungsdifferenzen zur Folge, die selbst bewehrte Bodenplatten überfordern würden. Die VES-Messung detektiert solche Schichtlücken zerstörungsfrei und flächenhaft, bevor die Baugrube ausgehoben wird. Gerade im Donau-Alluvium, wo der Grundwasserspiegel saisonal stark schwankt, hilft die Widerstandsmessung zudem, gesättigte von ungesättigten Zonen zu unterscheiden und das Risiko von hydraulischen Grundbrüchen im tiefen Aushub realistisch einzuschätzen. Die Investition in eine geoelektrische Vorerkundung amortisiert sich meist schon beim ersten vermiedenen Verbau-Schaden.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22475-1:2021, DIN 18, DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen), Empfehlungen des Arbeitskreises 'Geophysik' der DGGT

Referenzparameter


ParameterTypischer Wert
VerfahrenSchlumberger 4-Punkt-Anordnung
Maximale Erkundungstiefe80 bis 100 m (abhängig von Auslage)
Gemessene GrößeScheinbarer spezifischer Widerstand (ρa)
Inversionsmodell1D-Mehrschichtmodell
DatenqualitätRMS-Fehler < 3 %
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475-1, DIN 18
Anwendbarer UntergrundLockergesteine, Festgesteine, Karststrukturen

Häufig gestellte Fragen

Welche Untergrundstrukturen kann die VES in Regensburg sichtbar machen?

Das Verfahren bildet Wechsel zwischen Lockergestein und Fels, Karsthohlräume im Oberen Muschelkalk, die Grenze zwischen Donau-Schottern und Keuper-Tonen sowie unterschiedliche Wassersättigungszonen ab. In Regensburg wird es häufig eingesetzt, um die Mächtigkeit der quartären Kiesschicht zu kartieren und Subrosionssenken im Gipskeuper zu lokalisieren.

Was kostet eine geoelektrische Sondierung in Regensburg?

Die Kosten umfassen die Feldmessung, die Inversion der Daten und den schriftlichen Ergebnisbericht mit interpretiertem Schichtmodell.

Wie lange dauert es von der Messung bis zum Ergebnisbericht?

Die Feldmessung selbst nimmt je nach Anzahl der Sondierungspunkte einen halben bis einen ganzen Tag in Anspruch. Die anschließende Datenprozessierung und geologische Interpretation erfolgt in unserem Labor innerhalb von 3 bis 5 Werktagen, sodass der vollständige Bericht meist innerhalb einer Woche nach der Messung vorliegt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Regensburg und seinem Großraum.

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